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46% glauben, dass ihr Umfeld häufiger krank ist als vor der Corona-Pandemie

25% der von YouGov befragten Menschen in Deutschland glauben, dass sie häufiger krank sind als vor der Pandemie vor 5 Jahren. Indes sind fast genauso viele der genau gegenteiligen Ansicht. Ein sichtbarer Unterschied besteht zwischen der Selbstwahrnehmung und der des eigenen Umfelds. Demnach vermuten 46% der Umfrageteilnehmer:innen, dass die Menschen in ihrer Umgebung häufiger krank sind als vor der Corona-Pandemie, die Antwortoption „seltener“ wurde dagegen nur von 9% gewählt.

Krankenstand ist seit 2020 stark gestiegen

Im ersten Quartal des Jahres 2024 belief sich der tatsächliche durchschnittliche Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) laut dem Bundesgesundheitsministerium auf rund 6,8% (1). Damit ist der Krankenstand im Vergleich zu den hohen Werten der beiden Vorjahre 2022 und 2023 nochmals angestiegen, nachdem er während der letzten rund 20 Jahre konstant unter 4,5% gelegen hatte.
 
Abb. 1: Durchschnittlicher Krankenstand der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland von 1991 bis 2024 © Statista
Durchschnittlicher Krankenstand der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland von 1991 bis 2024

Erhöhte Sensibilisierung durch die Pandemie

Die Wahrnehmung, dass andere Menschen häufiger krank sind, könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Deutschen durch die Pandemie sensibler für Gesundheitsthemen geworden sind. Die Corona-Pandemie hat die öffentliche Wahrnehmung von Krankheiten und Symptomen stark geschärft. Daher sind viele Menschen möglicherweise sensibler geworden, wenn jemand in ihrem Umfeld erkrankt ist.Quelle:

Statista

Literatur:(1) Bundesgesundheitsministerium – Gesetzliche Krankenversicherung Mitglieder, mitversicherte Angehörige und Krankenstand, abrufbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Statistiken/GKV/Mitglieder_Versicherte/KM1_Januar_bis_Juni_2024.pdf, letzter Zugriff: 29.07.2024.