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Aktuelles

Gesundheitspolitik
Pflegekassen rechnen mit einer Milliarde Euro Defizit

Pflegekassen rechnen mit einer Milliarde Euro Defizit

Die Finanzlage der gesetzlichen Pflegeversicherung hat sich seit Jahresanfang nach neuen Zahlen weiter verschlechtert. Im ersten Quartal habe die Pflegeversicherung ein Minus von 667 Milliionen Euro verzeichnet, obwohl sie gleichzeitig 800 Millionen Euro aus einem Darlehen bekommen habe, teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) mit, der auch die Pflegekassen vertritt. Für dieses Jahr rechnet er nun mit einem Defizit von einer Milliarde Euro. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet. Vor rund drei Monaten hatte der Verband für 2026 noch einen Überschuss von 400 Millionen Euro erwartet.
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Typ-2-Diabetes
Das Ende der Fahnenstange im Management des Typ-2-Diabetes ist noch lange nicht erreicht
DDG 2026

Das Ende der Fahnenstange im Management des Typ-2-Diabetes ist noch lange nicht erreicht

Es ist inzwischen landläufig bekannt, dass Typ-2-Diabetes eng mit kardiovaskulären und renalen Komorbiditäten assoziiert ist. Trotz effektiver Behandlungsmöglichkeiten mit pleiotropen Effekten, wie beispielsweise mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin, lässt die Versorgungssituation in Deutschland jedoch zu wünschen übrig. Mit teilweise fatalen Folgen, insbesondere für Frauen.
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Medizin
Frühe Geburtseinleitung bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft senkt Komplikationsrisiko

Frühe Geburtseinleitung bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft senkt Komplikationsrisiko

Bluthochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft zählen weltweit zu den häufigsten Ursachen schwerer Komplikationen bei Müttern und Neugeborenen. Ein aktueller Cochrane Review zeigt: Wird die Geburt bei Schwangeren mit Bluthochdruck ab der 34. Woche früh eingeleitet, erleiden diese Frauen nur noch gut halb so viele Komplikationen wie wenn man abwartet – ohne dass die Kaiserschnittrate steigt. In Ländern mit niedrigem Einkommen fanden sich in den Daten Hinweise, dass eine geplante frühe Geburt die Zahl an tot geborenen Kindern verringern könnte. Ob dieser Effekt auf die Versorgungssituation in Deutschland übertragbar ist, bleibt unklar.
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Medizin
Neue Strategie gegen antibiotikaresistente Bakterien

Neue Strategie gegen antibiotikaresistente Bakterien

Von antibiotikaresistenten Krankheitserregern geht eine der aktuell größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit aus. Durch die Falsch- und Übernutzung antibakterieller Wirkstoffe in den vergangenen Jahrzehnten sind inzwischen zahlreiche Krankheitskeime unempfindlich gegen Antibiotika geworden, einschließlich vieler sogenannter Reservewirkstoffe zur Behandlung besonders schwerer Krankheitsfälle. Die Ursache dieser globalen Gesundheitskrise liegt in drastisch steigenden Raten antimikrobieller Resistenzen (AMR) bei bakteriellen Krankheitskeimen. In naher Zukunft droht daher eine postantibiotische Ära, in der selbst vermeintlich harmlose Infektionen nicht mehr behandelbar sein könnten. Expert:innen schätzen, dass es in der Mitte des Jahrhunderts jährlich zu rund 50 Millionen AMR-bedingten Todesfällen weltweit kommen könnte.
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Gesundheitspolitik
Beamte in gesetzliche Krankenversicherung

Beamte in gesetzliche Krankenversicherung

Der Wirtschaftsweise Achim Truger spricht sich für die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aus. „Dass Beamte aus der gesetzlichen Krankenversicherung rausgehalten werden, halte ich für völlig falsch. Durch ihr gutes Gehalt könnten sie die Kassenlage der GKV durchaus stärken“, sagte der Ökonom der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Beamt:innen sind in der Regel nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert.
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Medizin
UV-Therapie bei Hauterkrankungen: Aktualisierte Leitlinie erschienen

UV-Therapie bei Hauterkrankungen: Aktualisierte Leitlinie erschienen

Die Behandlung von Hauterkrankungen mit ultravioletter Strahlung ist trotz der ständig wachsenden Zahl an zugelassenen, wirksamen Systemtherapeutika nach wie vor eine wichtige therapeutische Säule in der Dermatologie. Die aktualisierte Leitlinie „Empfehlungen zur UV-Therapie und Photochemotherapie“ der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) erläutert die richtige Indikationsstellung und sichere Durchführung. Zugleich rückt sie die UV-Therapie als wichtige dermatologische Behandlungsoption wieder in den Fokus.
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Medizin

Neue Zellpopulation im Alzheimer-Gehirn entdeckt

Wissenschaftler:innen des Instituts für Anatomie der Universität Leipzig haben in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungseinrichtungen eine bislang unbekannte Gruppe von Immunzellen im Hirngewebe von Alzheimer-Erkrankten identifiziert. Möglich wurde diese Entdeckung durch eine neu entwickelte Mikroskopie-Technologie, die erstmals speziell für das menschliche Gehirn optimiert wurde. Die Ergebnisse sind im Fachjournal Nature Neuroscience veröffentlicht worden [1].
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Medizin
Real-World-Daten zur Wirksamkeit und Therapiepersistenz von Guselkumab bei Plaque-Psoriasis

Real-World-Daten zur Wirksamkeit und Therapiepersistenz von Guselkumab bei Plaque-Psoriasis

Auf der Jahrestagung der American Academy of Dermatology (AAD) 2026 wurden 84-Wochen-Daten der Real-World-Studie G-REAL vorgestellt. Ausgewertet wurden dabei die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Secukinumab sowie die Therapiepersistenz unter Guselkumab bei Biologika-naiven und Biologika-vortherapierten Patient:innen [1, 2]. Die Daten ergänzen die bekannten Wirksamkeitsdaten von Guselkumab [3, 4].
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Gesundheitspolitik
Neue Angebote in Apotheken - was kommt für Patient:innen?

Neue Angebote in Apotheken - was kommt für Patient:innen?

In Apotheken gibt es schon jetzt nicht nur Medikamente. Künftig sollen sie Patient:innen aber noch weitere Leistungen anbieten können - von Impfungen über Vorsorge bis zu mehr Arzneien auch ohne sonst nötiges Rezept. Das sehen Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vor, die der Bundestag heute beschließen soll. Die neuen Möglichkeiten sollen das Netz der Apotheken auch auf dem Land absichern und die Versorgung generell breiter aufstellen. Von Ärzt:innen kommt scharfer Protest.
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Gesundheitspolitik
Streeck will Tabaksteuer für Gesundheit nutzen

Streeck will Tabaksteuer für Gesundheit nutzen

Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, will eine Zweckbindung der Mehreinnahmen bei der Tabaksteuer für das Gesundheitswesen. „Die Tabaksteuer darf nicht zur stillen Haushaltssanierung werden“, sagte Streeck der „Bild“. Tabak verursache enorme Kosten im Gesundheitswesen, weshalb die Einnahmen aus der Tabaksteuer auch dorthin gehörten, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.
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