Journal MED

Aktuelles

Patient:innen müssen immer länger auf einen Facharzttermin warten. Die Wartezeiten sind nach aktuellen Zahlen auf sechs Wochen im Schnitt angestiegen. Der Ruf nach Verbesserungen wird lauter. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verspricht den Versicherten künftig schnellere Termine bei tatsächlichem Bedarf. „Wenn ein schneller Termin medizinisch notwendig ist, so soll er auch gewährt werden“, sagte Warken in Berlin.
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Gesundheitspolitik

Push-Mitteilungen bei E-Patientenakten geplant

Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) sollen für Versicherte attraktiver werden. Ab Herbst soll es in der App eine Funktion mit Push-Benachrichtigungen geben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortete. „Dadurch erhalten Versicherte umgehend die Information zu neuen Dokumenten und Inhalten in ihrer ePA und können sich aktiv damit befassen.“ Ab Jahresende soll für Ärzt:innen außerdem eine Volltextsuche verfügbar sein, was einen großen Mehrwert im Praxisalltag biete.
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Ernährung und Lebensstil

Prävention: Gesund leben einfach machen – aber wie?

Zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des Präventionsgesetzes ist die Bilanz ernüchternd. Im aktuellen Public Health Index (PHI) landete Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern auf den hinteren Plätzen. Das Thema hat großen Rückhalt in Politik und Bevölkerung. Warum sind die Ergebnisse dann so schlecht? Dieser Frage gingen die Teilnehmer:innen einer Podiumsdiskussion auf dem Kongress des Bundesverbands Managed Care e.V. (BMC) in Berlin nach.
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Gesundheitspolitik
500 Millionen für Postinfektions-Erkrankungen

500 Millionen für Postinfektions-Erkrankungen

Die Bundesregierung will gemeinsam mit der Wissenschaft und Betroffenenvertreter:innen die Erforschung von Folgeerkrankungen von Infektionen vorantreiben. Forschungsministerin Dorothee Bär rief dazu gemeinsam mit Expert:innen in Berlin eine sogenannte nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen aus. Die CSU-Politikerin kündigte für die kommenden zehn Jahre Forschungsmittel in Höhe von 500 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt ihres Ministeriums an.
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Medizin
Neue Leitlinie zu Narkolepsie soll Versorgung verbessern

Neue Leitlinie zu Narkolepsie soll Versorgung verbessern

Plötzliche Einschlafattacken am Tag, eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit, ein gestörter Nachtschlaf oder ein schlagartiger Verlust der Muskelspannung bei starken Emotionen: Narkolepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung, die oft erhebliche Auswirkungen auf Alltag, Schule, Beruf und soziale Teilhabe hat. Betroffen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Da es sich um eine seltene Erkrankung handelt, wird sie häufig spät erkannt und ist vielen Mediziner:innen außerhalb spezialisierter Zentren nur eingeschränkt vertraut.
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Gesundheitspolitik
Chroniker:innen warten auf vereinfachte Rezeptausstellung

Chroniker:innen warten auf vereinfachte Rezeptausstellung

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz beklagt Verzögerungen bei einer gesetzlichen Neuregelung, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche nur zum Rezeptholen ersparen soll. „Es kann nicht sein, dass eine sinnvolle Lösung für Patient:innen weiter auf die lange Bank geschoben wird“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er rief Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zum Eingreifen auf.
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Medizin
Long COVID: Immunzellen-Zustand hängt mit Symptomen zusammen

Long COVID: Immunzellen-Zustand hängt mit Symptomen zusammen

Wie Long COVID entsteht, ist noch weitestgehend unverstanden. Neue molekulare Zusammenhänge werden durch eine aktuelle Studie, die federführend am Zentrum für Individualisierte Infektionsmedizin (Centre for Individualised Infection Medicine, CiiM) entstanden ist, beleuchtet. Mit ihrem Ansatz, in einzelnen Zellen verschiedene molekulare Ebenen zu untersuchen, konnten die Forschenden einen spezifischen Zustand im Inneren einer Immunzelle ausmachen, der in direktem Zusammenhang mit erhöhten Entzündungsmarkern, Fatigue und Atemwegsproblemen bei Patient:innen mit Long COVID stand. Die Studie ist im Fachmagazin Nature Immunology erschienen [1]. Das CiiM ist eine gemeinsame Einrichtung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).
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Medizin
Remimazolam erweitert Optionen in Sedierung und Anästhesie

Remimazolam erweitert Optionen in Sedierung und Anästhesie

Neue Wirkstoffe sind in der Anästhesiologie eine Rarität. Erstmals seit der Einführung von Propofol steht in Deutschland nun seit Januar 2026 ein intravenöses Anästhetikum der neuen Generation zur Verfügung – Remimazolam. Das ultrakurzwirksame Benzodiazepin zeichnet sich durch die Kombination aus guter Steuerbarkeit und Verträglichkeit aus. Die besonderen pharmakokinetischen und -dynamischen Eigenschaften von Remimazolam machen die Substanz zu einer vielversprechenden Option für ein breites Spektrum an Anwendungen, sowohl im Operationssaal als auch für viele Eingriffe im ambulanten Bereich. Remimazolam ist in der Europäischen Union in zwei Dosierungen zugelassen: 20 mg zur prozeduralen Sedierung und 50 mg zur intravenösen Einleitung und Aufrechterhaltung einer Allgemeinanästhesie bei erwachsenen Patient:innen [1, 2].
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Medizin
Epigenetische Marker ermöglichen präzisere Risikoabschätzung bei Prädiabetes

Epigenetische Marker ermöglichen präzisere Risikoabschätzung bei Prädiabetes

Prädiabetes ist eine äußerst heterogene Stoffwechselstörung. Wissenschaftler:innen mehrerer Partnerinstitute des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) e.V. haben jetzt mit künstlicher Intelligenz (KI) epigenetische Marker identifiziert, die auf ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen hinweisen. Bereits eine einfache Blutprobe könnte ausreichen, um Hochrisikopersonen für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes und seiner Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Die Studie zeigt, wie datengetriebene Ansätze und molekulare Medizin bei der Diagnostik ineinandergreifen.
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Gesundheitspolitik

Drohender Engpass bei Antibiotika

Wegen drohender kritischer Lieferengpässe bei bestimmten Antibiotika greifen für sie jetzt Sonderregeln zum Sichern der Versorgung. Das Bundesgesundheitsministerium gab bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin, die gespritzt werden, einen Versorgungsmangel bekannt. Diese Feststellung erlaubt nun befristet Abweichungen von Vorgaben, um ein leichteres Ausweichen auf importierte Produkte zu ermöglichen.
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Gesundheitspolitik
Hoher Krankenstand kostet Wirtschaft 160 Milliarden

Hoher Krankenstand kostet Wirtschaft 160 Milliarden

Die häufigen Ausfälle von Beschäftigten wegen Krankheit kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. „Seit vier Jahren ist der Krankenstand auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau mit erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen“, heißt es in einer Studie des Pharmaverbands VFA, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Arbeitnehmer:innen in Deutschland seien häufiger krank als in anderen Ländern.
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