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Aktuelles

Gesundheitspolitik
Weg für Änderungen an Krankenhausreform frei

Weg für Änderungen an Krankenhausreform frei

Der Weg für Änderungen an der umstrittenen Krankenhausreform ist nach monatelangem Ringen frei. Der Bundesrat ließ ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz passieren, das mehr Spielraum bei der Umsetzung vor Ort geben soll. Geschaffen werden damit längere Übergangszeiten und mehr Möglichkeiten für Ausnahmen von Vorgaben zur Behandlungsqualität. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sprach von einem guten und gangbaren Kompromiss. Das Gesetz sorge dafür, dass die Regelungen für Kliniken und Planungsbehörden praxistauglich umsetzbar seien. Gemeinsames Ziel sei, zu mehr Spezialisierung und Bündelung von Kompetenzen zu kommen. Es brauche aber auch eine gute Grundversorgung gerade auf dem Land.
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Medizin
Lebrikizumab und Tildrakizumab: Biologika verbessern Hautläsionen deutlich

Lebrikizumab und Tildrakizumab: Biologika verbessern Hautläsionen deutlich

Die First-Line-Biologika Lebrikizumab und Tildrakizumab überzeugen bei atopischer Dermatitis sowie Psoriasis mit einer frühen und starken Wirksamkeit – selbst in besonders belastenden Arealen wie Gesicht, Hals oder Kopfhaut. Das Wirkpotenzial der beiden Biologika im Versorgungsalltag wird durch aktuelle Real-World-Daten aus der ADlife-Studie zu Lebrikizumab und der POSITIVE-Studie zu Tildrakizumab bestätigt.
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Medizin
Upadacitinib verbessert Lebensqualität bei Colitis ulcerosa

Upadacitinib verbessert Lebensqualität bei Colitis ulcerosa

Neue Interimsanalysen aus zwei Real-World-Studien bestätigen die schnelle Wirksamkeit und gut untersuchte Sicherheit von Upadacitinib bei einer breiten, heterogenen Population von Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa im Praxisalltag [1–3]. Neue Interimsanalysen der Real-World-Studien EUROPE und PROFUNDUS, die während des Kongresses der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) 2026 vorgestellt wurden, schlagen eine wichtige Brücke zwischen klinischen Endpunkten und der empfundenen Krankheitslast von Patient:innen mit Colitis ulcerosa. Sie zeigen nicht nur eine hohe klinische Effektivität [4, 5], sondern belegen eindrücklich eine schnelle und deutliche Reduktion der von Patient:innen berichteten Krankheitslast [4].
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Gesundheitspolitik

Schleppende Einführung der E-Akten in Kliniken

Die Verwendung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) in den Kliniken kommt nur schleppend in Gang. Wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft nach einer Befragung von 489 Kliniken von Ende Februar mitteilte, können die ePA lediglich 26% der Häuser krankenhausweit nutzen. Gesetzlich sind Kliniken wie Praxen bereits seit Oktober verpflichtet, die E-Akten zu nutzen und Daten wie Befunde oder Laborwerte einzustellen.
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Medizin
Neue S3-Leitlinie zur Prävention von Tuberkulose bei neu zugewanderten Menschen veröffentlicht

Neue S3-Leitlinie zur Prävention von Tuberkulose bei neu zugewanderten Menschen veröffentlicht

Pünktlich zum Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März ist die neue S3-Leitlinie Tuberkuloseprävention bei neu zugewanderten Menschen bei der AWMF online gegangen. Beauftragt von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), wurde diese unter der Leitung des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) erstellt. Hier arbeitete ein Expertenteam aus den Bereichen Public Health und Individualmedizin, wie auch Betroffene in den vergangenen drei Jahren daran, das Screening – und damit auch die Prävention – von Tuberkulose in Deutschland zu verbessern.
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Medizin
Herpes-zoster-Impfung bei Risikopatient:innen ab 18 Jahren jetzt über Sprechstundenbedarf abrechenbar

Herpes-zoster-Impfung bei Risikopatient:innen ab 18 Jahren jetzt über Sprechstundenbedarf abrechenbar

Die Indikationsimpfung gegen Herpes zoster für Patient:innen ab 18 Jahren mit erhöhtem Erkrankungsrisiko kann nun für gesetzlich Versicherte bundesweit über Sprechstundenbedarf (SSB) bezogen werden. Damit kann die Impfung ab sofort zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erbracht und abgerechnet werden. Dies ermöglicht den breiten Zugang für besonders vulnerable Patientengruppen.
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Gesundheitspolitik

Apotheken bleiben zu - Protesttag für mehr Geld

Wegen eines bundesweiten Protests für höhere Vergütungen sind viele Apotheken am Montag geschlossen geblieben. Die Branche will damit weiter Druck für eine seit Jahren ausgebliebene Honoraranhebung machen. Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda), Thomas Preis beklagte eine „chronische Unterfinanzierung“ der Apotheken und gestiegene Betriebs- und Personalkosten. Unter anderen in Berlin und München versammelten sich Apotheker:innen zu Demonstrationen. Für dringend benötigte Medikamente sollten Notdienstapotheken geöffnet bleiben.
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Orphan Diseases

Erste Therapie für die Behandlung der IgG4-assoziierten Erkrankung zugelassen

Die Zulassung für Inebilizumab wurde erweitert: Mit dem monoklonalen Anti-CD19-Antikörper (mAb) steht seit November 2025 erstmals eine spezifische Therapie für erwachsene Patient:innen mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) zur Verfügung [1]. In der Zulassungsstudie reduzierte Inebilizumab das Schubrisiko signifikant um 87% (vs. Placebo). Über die Hälfte der Patient:innen erreichte eine Komplettremission [2].
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Medizin

Transkriptionsfaktor NF-κB spielt Schlüsselrolle nach Schädel-Hirn-Trauma

Traumatische Hirnverletzungen führen oft zu Komplikationen mit dauerhaften Folgen für Gedächtnis, Konzentration und Bewegungssteuerung. Mitverantwortlich dafür sind häufig fehlgeleitete Entzündungsreaktionen im verletzten Gewebe. Forschende aus Ulm haben nun in einer Studie gezeigt, dass der Transkriptionsfaktor NF-κB bei posttraumatischen Reaktionen auf ein Schädel-Hirn-Trauma eine Schlüsselrolle spielen könnte. Wird dieser Genschalter in Astrozyten aktiviert, also in bestimmten Stützzellen des Gehirns, kommt es zu einer starken Neuroimmunantwort, die Entzündungen auslöst.
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