Nach Bundestagswahl: DKG fordert klare Linie in der Gesundheitspolitik
Nach der Bundestagswahl fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine schnelle Regierungsbildung und klare politische Weichenstellungen in der Gesundheitspolitik. Der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß, betonte, dass die Wählerinnen und Wähler mit ihrem Votum klare Verhältnisse geschaffen hätten. Union und SPD müssten nun zügig eine tragfähige Koalition bilden, die dringend notwendige Reformen anpackt.
Gesundheits- und Krankenhauspolitik darf nich vernachlässigt werden
Dr. Gaß warnte davor, dass Themen wie der Ukraine-Krieg, Migration und die wirtschaftliche Lage nicht dazu führen dürften, dass die Gesundheits- und Krankenhauspolitik in den Hintergrund gerät. Er hob hervor, dass insbesondere die Krankenhausreform dringend überarbeitet werden müsse. Vor der Wahl hatte die Union die Reformpläne der Bundesregierung kritisch, aber konstruktiv begleitet. Nun sei es an der neuen Regierung, tragfähige Kompromisse zu finden.
Notwendige Maßnahmen aus Sicht von Gaß
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen laut Gaß ein angemessener Inflationsausgleich zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Krankenhäuser, mehr Gestaltungsspielraum für die Länder in der Krankenhausplanung sowie die Abschaffung der „dysfunktionalen“ Vorhaltefinanzierung. Zudem müsse die Bürokratie im Gesundheitswesen spürbar reduziert werden. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten auch während des Transformationsprozesses zu gewährleisten.
Neuer politischer Stil in der Gesundheitspolitik
Gaß forderte zudem einen neuen politischen Stil in der Gesundheitspolitik. Die künftige Regierung müsse den Dialog mit den Akteuren des Gesundheitswesens suchen, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten. „Die Sicherung einer flächendeckenden und hochwertigen Versorgung muss der erste gesundheitspolitische Arbeitsauftrag der neuen Bundesregierung sein“, betonte der DKG-Chef.
Quelle:dpa