Journal MED

Rheumatologie | Beiträge ab Seite 2

Beiträge zum Thema Rheumatologie

Die Top-Line-Ergebnisse der Phase-III-Studie REGENCY zeigen, dass die Hinzunahme von Obinutuzumab zur Standardtherapie mit Mycophenolat Mofetil (MMF) und Glukokortikoiden das vollständige renale Ansprechen bei Patient:innen mit Lupus-Nephritis signifikant verbessert. Bereits in Phase II konnte Obinutuzumab gegenüber der Standardtherapie eine Überlegenheit hinsichtlich zentraler Wirksamkeitsendpunkte bei vergleichbarer Verträglichkeit zeigen. Die aktuellen Daten sollen nun unter anderem bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eingereicht werden.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Systemischer Lupus erythematodes: Neue Daten zu Anifrolumab

Aktuelle Daten der prospektiven beobachtenden Kohorten-Studie SPOCS, die u. a. Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) aus Deutschland einschloss, wurden im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vorgestellt und offenbaren die Krux (1-3): Nach 3 Jahren Therapie waren die Remissions*- und LLDAS (Lupus Low Disease Activity State)-Raten mit < 15% bzw. < 20% niedrig (3). Zugleich erhielten viele Patient:innen Glucocorticoide in hoher Dosierung (2). Die rechtzeitige Umstellung von Patient:innen, die nicht ausreichend auf ihre Basistherapie ansprechen oder zu hohe Glucocorticoiddosen benötigen, ist jedoch eine wichtige Stellschraube beim SLE-Management. Die beim DGRh-Kongress präsentierte erste S3-Leitlinie für die Behandlung des SLE lehnt sich hier stark an die EULAR Guidelines an und empfiehlt den frühen Einsatz von Biologika wie Anifrolumab zur Erreichung der Therapieziele (4). Anifrolumab ist das erste Biologikum, das in breit angelegten Studien zeigen konnte, dass eine große Anzahl an moderat bis schwer erkrankten SLE-Patient:innen eine steroidfreie Remission* bzw. LLDAS erreichen kann (5-7).
Lesen Sie mehr 
Medizin

EADV-Kongress 2024: Neue Forschung bestätigt Zusammenhang zwischen empfundenem Stress und Psoriasis-Schub

Psoriasis betrifft weltweit Millionen von Menschen und wird oft mit Umwelt- und psychischen Faktoren in Verbindung gebracht. Neueste Forschungsergebnisse, die auf dem Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) 2024 vorgestellt wurden, bestätigen den Zusammenhang zwischen empfundenem Stress und Psoriasis-Schüben. Die Studie zeigt, dass Schallstress Entzündungsprozesse in der Haut fördern und zu einem Rückfall psoriatischer Läsionen führen kann.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Systemischer Lupus erythematodes: Erste Patientin erfolgreich mit Krebsmedikament behandelt

Eine Patientin mit schwerem systemischem Lupus erythematodes (SLE) wurde mit dem Krebsmedikament Teclistamab behandelt. Durch die Autoimmunerkrankung war die 23-Jährige zuletzt auf den Rollstuhl angewiesen. Heute – fast 6 Monate nach dem Start der Behandlung mit dem bispezifischen Antikörper – ist die Patientin komplett symptomfrei. Der Fall wurde jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlicht und markiert einen vielversprechenden Startpunkt für weitere Untersuchungen (1).
Lesen Sie mehr 
Psoriasis

Spezielle Lokalisationen der Psoriasis verdienen mehr Aufmerksamkeit

Für ein Therapie-Upgrade ist bei Psoriasis nicht nur das Ausmaß der Hautläsionen ausschlaggebend, sondern auch der Befund spezieller Lokalisationen. Darauf wies PD Dr. Felix Lauffer, München, hin. Vor allem bei schwerer Beteiligung der Nägel, der Kopfhaut oder des Genitalbereichs sowie allgemein bei hoher Beeinträchtigung der Lebensqualität plädierte er für den raschen Einsatz von Therapeutika wie Apremilast, die gezielt in das Autoimmungeschehen eingreifen.
 
Lesen Sie mehr 
Medizin

Psoriasis-Arthritis: Real-World-Daten zur Wirksamkeit von Ixekizumab

Auf dem diesjährigen Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden erste Ergebnisse der Real-World-Studie PRO-SPIRIT bei Patient:innen mit Psoriasis-Arthritis (PsA) nach 3 Monaten Laufzeit vorgestellt. Diese untermauern die Erkenntnisse aus bisherigen klinischen Studien: So verbesserte Ixekizumab auch in dieser multizentrischen prospektiven Beobachtungsstudie Gelenk- und Hautbeschwerden (1, 2).
Lesen Sie mehr 
Medizin

Plaque-Psoriasis: Langfristige Krankheitskontrolle mit Risankizumab

Im Rahmen eines Industriesymposiums auf der 29. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI) in München präsentierte Dr. Nina Magnolo, Universitätsklinikum Münster, die in klinischen Studien und durch Real-World-Evidenz belegten Vorteile einer Behandlung der Plaque-Psoriasis (PsO) mit Risankizumab (RZB). Sie betonte, dass bei PsO frühzeitig mit langfristig wirksamen Medikamenten behandelt werden sollte, um einer Chronifizierung der Erkrankung, der Ausbildung bzw. Verschlechterung von Komorbiditäten und einer kumulativen Beeinträchtigung der Lebensqualität (CLCI) entgegenzuwirken.
Lesen Sie mehr 
Medizin

CAR-T-Zellen als Therapieoption bei schwerem SLE: Fallbericht einer 16-Jährigen

„Ein Jahr nach der Therapie geht es mir wie vor der Krankheit, bis auf ein paar Erkältungen“, sagt Uresa A. heute. Im Juni 2023 wurden der damals 15-Jährigen am Uniklinikum Erlangen CAR-T-Zellen verabreicht. Das heute 16-jährige Mädchen erhielt die Immuntherapie im Rahmen eines individuellen Heilversuchs am Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen als weltweit erstes Kind mit einem systemischen Lupus erythematodes (SLE). Die Ergebnisse der erfolgreichen Therapie veröffentlichte das Erlanger Behandlungsteam jetzt im medizinischen Fachjournal „The Lancet“ (1).
Lesen Sie mehr 
Medizin

Aktuelle 4-Jahres-Daten zeigen anhaltende Ansprechraten und konsistentes Sicherheitsprofil unter Deucravacitinib bei Plaque-Psoriasis

Im Rahmen des Frühjahrssymposiums der European Academy of Dermatology and Venerology (EADV) wurden aktuelle 4-Jahres-Daten aus der Langzeit-Extensionsstudie POETYK PSO-LTE (Long-Term Extension; LTE) mit Deucravacitinib bei der Behandlung erwachsener Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis vorgestellt. Nach 208 Wochen unter kontinuierlicher Behandlung betrugen die Ansprechraten unter Verwendung einer modifizierten Non-Responder-Imputation (mNRI) 71,7% gemessen anhand des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) 75. 47,5% der Patient:innen erreichten einen PASI 90 und 57,2% der Patient:innen wiesen einen Static Physician Global Assessment (sPGA)-Wert von 0 oder 1 (klares Hautbild/fast klares Hautbild) auf. Das Sicherheitsprofil des selektiven Tyrosinkinase 2 (TYK2)-Inhibitors war nach 4 Jahren weiterhin konsistent mit dem bekannten Sicherheitsprofil; neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet (1).
 
Lesen Sie mehr 
Medizin

Psoriasis-Arthritis: Höhere Therapiepersistenz unter Guselkumab im Vergleich zu IL-17A- und TNF-Inhibitoren

Auf dem diesjährigen Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Real-World-Daten zur Therapiepersistenz unter Guselkumab im Vergleich zu IL-17A- bzw. TNF-Inhibitoren bei Patient:innen mit Psoriasis-Arthritis vorgestellt. Dabei war eine Therapie mit Guselkumab sowohl gegenüber IL-17A- als auch gegenüber TNF-Inhibitoren mit einer höheren Therapiepersistenz assoziiert (1, 2).
Lesen Sie mehr 
Medizin

EULAR betont Sicherheitsaspekte bei Psoriasis-Arthritis

Auf dem Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurde eine Real-World-Evidence-Analyse der nicht-interventionellen AQUILA-Studie vorgestellt. Darin wurde die Sicherheit von Secukinumab bei einer gepoolten Kohorte von älteren Patient:innen (> 50 Jahre) mit Psoriasis-Arthritis (PsA) oder axialer Spondyloarthritis (axSpA) untersucht. Ein aktuelles Update zu den EULAR-Empfehlungen von 2023 betont zudem, dass Sicherheitsabwägungen bezüglich der Wahl geeigneter Therapieoptionen für PsA stärker berücksichtigt werden müssen, um das Nutzen-Risiko-Profil zu optimieren.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Upadacitinib bei rheumatoider Arthritis: Hohe Remissionsraten und Langzeitsicherheit bestätigt

Der diesjährige Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) verdeutlichte erneut die besonderen Bedürfnisse von Patient:innen mit rheumatoider Arthritis (RA). Neben einer effektiven Krankheitskontrolle sowie Erreichen und Erhalt der Remission zählt ein gut handhabbares Sicherheitsprofil der Therapie zu den zentralen Schwerpunkten für Behandler:innen und Patient:innen gleichermaßen. Neue vorgestellte Daten zeigen für den Januskinase (JAK)-Inhibitor Upadacitinib höhere Remissionsraten im Vergleich mit Tumornekrosefaktor-Inhibitoren (TNFi) im Praxisalltag, sowie ein konsistentes Sicherheitsprofil im Phase III-Studienprogramm (1-3).
Lesen Sie mehr 
Medizin

Riesenzellarteriitis: Upadacitinib zeigt positive Ergebnisse in der SELECT-GA-Studie

In der Phase-III-Studie SELECT-GA wird Upadacitinib bei Menschen mit Riesenzellarteriitis (RZA) untersucht. Aktuelle Ergebnisse zeigen, dass 46% der Patient:innen unter Upadacitinib in Kombination mit einer 26-wöchigen ausschleichenden Steroidtherapie eine anhaltende Remission erreichen. Im Vergleich: Unter Placebo in Kombination mit einer 52-wöchigen ausschleichenden Steroidtherapie erreichten 29% dieses Ziel (1).
Lesen Sie mehr 
Medizin

Individualisierte Psoriasis-Therapie mit Apremilast

Die im Rahmen der diesjährigen DDG-Tagung DERMATOLOGIE kompakt + praxisnah (KoPra) vorgestellten Daten zum oralen Phosphodiesterase 4 (PDE-4)-Hemmer Apremilast bei Psoriasis-Patient:innen zeigen, dass Apremilast sowohl die Lebensqualität als auch die Hautbefunde bei Psoriasis-Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Erkrankung und belastenden besonderen Manifestationen verbessern (1). Selbst nach mehreren konventionellen systemischen Vortherapien profitieren Psoriasis-Patient:innen von Apremilast. Darüber hinaus zeigten Daten aus der APART-Studie eine gesteigerte Zufriedenheit bei Patient:innen, die von einer vorherigen Systemtherapie auf Apremilast umgestiegen waren (2).
Lesen Sie mehr 
Medizin

Tryptophan: Potentieller neuer Biomarker zur Erkennung von Entzündungserkrankungen

Bei Menschen mit chronischen Darmentzündungen wird die essentielle Aminosäure Tryptophan deutlich stärker als bei Gesunden verbraucht. Das haben vorangegangene Forschungsarbeiten, auch unter Beteiligung von Mitgliedern des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI), gezeigt. Weitere Studien konnten dies ebenfalls bei einzelnen anderen Entzündungskrankheiten finden. Nun haben Forschende des PMI-Clusters in einer systematischen Analyse zeigen können, dass dieser Tryptophanverbrauch als Folge der Entzündung bei einer Vielzahl chronischer Entzündungserkrankungen vorliegt. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden vor kurzem im Fachjournal eBioMedicine veröffentlicht (1).
Lesen Sie mehr