Journal MED

Schmerzmedizin

Beiträge zum Thema Schmerzmedizin

Ein Cannabis-Vollextrakt aus deutscher Produktion macht Hoffnung auf eine verbesserte Versorgung chronischer Rückenschmerz-Patient:innen. Wie bei einer Pressekonferenz auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) in Frankfurt am Main berichtet wurde, nahmen unter 2-mal täglicher, individuell dosierter Einnahme des Extraktes VER-01 Rückenschmerzen innerhalb von 15 Wochen im Schnitt von 6,1 auf 4,0 Punkte auf der numerischen Rating-Skala (NRS) ab. Besonders profitierten Studienteilnehmer:innen mit neuropathischen Schmerzen.
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Schmerzmedizin
Cannabinoide in der Geriatrie: CBD-dominante Extrakte im Vorteil

Cannabinoide in der Geriatrie: CBD-dominante Extrakte im Vorteil

Cannabis-basierte Arzneimittel (CAM) werden auch bei Patient:innen ≥ 65 Jahre immer häufiger verordnet. CBD-lastige orale Cannabisextrakte zeigen dabei gegenüber THC-Monopräparaten/Dronabinol deutliche Vorteile hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit bei älteren Patient:innen mit therapieschwierigen und/oder chronischen Schmerzen. Dies belegen die Ergebnisse der retrospektiven 24-wöchigen Parallelgruppenstudie CARE des PraxisRegisters Schmerz, die im Rahmen der Deutschen Schmerz- und Palliativtage 2025 vorgestellt wurden.
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Medizin
Sick man feeling headache

Neue Migränetherapien: Atogepant und innovative Wirkansätze im Fokus

Im März 2025 wird die Markteinführung des ersten Vertreters einer neuen Klasse von Migränemitteln in Deutschland erwartet: Atogepant, von dem vor allem Menschen mit häufigen Attacken profitieren könnten. Aktuelle Forschungsergebnisse zu diesen und weiteren neuen Medikamenten und Wirkzielen bei Migräne wurden auf dem 18. Europäischen Kopfschmerzkongress (EHC) der European Headache Federation (EHF) in Rotterdam diskutiert.
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Medizin

Linzagolix: Zulassungserweiterung zur Behandlung der Endometriose

Der orale selektive Gonadotropin-Releasing-Hormon(GnRH)-Rezeptorantagonist Linzagolix ist seit November 2024 auch für die symptomatische Behandlung der Endometriose bei erwachsenen Frauen im gebärfähigen Alter zugelassen (1, 2). Die Dosierung beträgt 200 mg einmal täglich mit gleichzeitiger hormoneller Add-back-Therapie (ABT) und wird eingesetzt bei Patientinnen, deren Endometriose in der Vorgeschichte bereits medizinisch oder chirurgisch behandelt wurde (1). Bereits seit September 2024 steht Linzagolix von Theramex in den Tagesdosierungen 100 mg oder 200 mg – mit oder ohne hormoneller ABT – zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Symptome von Uterusmyomen bei erwachsenen Frauen im gebärfähigen Alter zur Verfügung.
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Schmerzmedizin

Chronische Schmerzen: Opioide reduzieren und Lebensqualität steigern mit Cannabinoiden

Seit Oktober 2024 kann ein Großteil der Ärzteschaft Patient:innen mit schwerwiegenden Erkrankungen cannabisbasierte Arzneimittel ohne vorherige Antragsstellung auf Kostenübernahme verordnen, wenn die Erkrankung die Lebensqualität der betroffenen Patient:innen dauerhaft einschränkt und mit herkömmlichen Therapien keine ausreichende Besserung erzielt werden kann. Auch die Opioid-Einsparung bei chronischen Schmerzpatient:innen ist eine sinnvolle Indikation für die Verordnung cannabisbasierte Arzneimittel. Wie Schmerzpatient:innen von diesen profitieren können, verdeutlichte eine Presseveranstaltung der Schmerzinitiative Cannabinoide der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS).
 
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Medizin

EHC 2024: Kopfschmerz- und Migränekongress – Interview mit den Kongresspräsidenten

Kopfschmerzen und Migräne sind weltweit verbreitet und verursachen bei den Patient:innen großes Leid. Neue Entwicklungen in Prävention, Diagnostik und Behandlung werden auf dem 18. Europäischen Kopfschmerzkongress EHC 2024 mit Spannung erwartet. Auf dem interdisziplinären Kongress werden vom 4. bis 7. Dezember in Rotterdam die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung vorgestellt und diskutiert. Kongresspräsidentin Prof. Antoinette Maassen van den Brink, Rotterdam, unterstützt von Prof. Jan Versijpt, Brüssel, gibt schon im Vorfeld einen Einblick in die Themenschwerpunkte und spannenden Kongress-Highlights.
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Schmerzmedizin

Medizinalcannabis bei starken chronischen Schmerzen – individuelle Ergänzung zur Standardtherapie

Medizinalcannabis kann eine wertvolle Ergänzung der Standardtherapie bei starken chronischen Schmerzen sein, wurde bei einem Pressegespräch während des Deutschen Schmerzkongresses in Mannheim betont. Zwar sind die Evidenzen für den Nutzen von Cannabinoiden bei Tumorschmerzen oder in der Palliativversorgung gering, es gibt aber Hinweise, dass eine Add-on-Therapie mit Cannabinoiden auch in diesen Patientengruppen u.a. zu einer Reduktion von Opioiden und anderen Analgetika führen kann.
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Schmerzmedizin

Starke chronische Tumor-assoziierte Schmerzen: Intrathekale Analgesie als Ergänzung zur Standardtherapie

Bei 5% bis zu 10% der von starken Schmerzen betroffenen Tumor-Patient:innen reichen selbst hochpotente Analgetika nicht zur Schmerzkontrolle aus. Bei ihnen kommen interventionelle Techniken wie die intrathekale Analgesie (ITA) infrage. Mit dem Wirkstoff Ziconotid, einem N-Typ-Kalziumkanalblocker, steht dafür auch eine Alternative zu Morphin zur Verfügung.
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Schmerzmedizin

Große Lücken in der Kopfschmerzversorgung: Mütter und Heranwachsende sind erheblich unterversorgt

Zahlreiche Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter leiden regelmäßig unter Migräne. Unter Kindern und Jugendlichen schießt die Häufigkeit von Spannungsschmerzen und Migräne rasant in die Höhe. Ungeachtet dessen: Bei beiden Patientengruppen bestehen enorme Defizite in Therapie wie Prophylaxe. Das ist keineswegs allein der dürftigen Datenlage geschuldet. Auch die fehlende staatliche Unterstützung trägt deutlich dazu bei.
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Medizin

PraxisLeitlinie Migräne speziell für die gynäkologische Praxis

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) stellen im Rahmen ihrer verstärkten Kooperation ihr erstes gemeinsames Projekt vor: die „DGS-PraxisLeitlinie: Kernwissen zu Diagnostik und Behandlung von Migräne für Gynäkologinnen und Gynäkologen“. Damit geht die „DGS-Initiative chronischer Kopfschmerz II – Für eine fachübergreifende Verbesserung der Primärversorgung“ in die Verlängerung. Ziel der Initiative ist es, die Primärversorgung von Patient:innen mit chronischen Kopfschmerzen zu verbessern. Die PraxisLeitlinie vermittelt Gynäkolog:innen kompaktes Wissen zu Diagnostik und Therapie der Migräne. Die Fachgesellschaften unterstützen sich darüber hinaus gegenseitig in Fortbildungen und planen gemeinsame Publikationen, um die Versorgung von Frauen mit Schmerzerkrankungen zu verbessern.
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Medizin
Neuropathische Schmerzen

Verbesserte Therapietreue durch verzögerte Wirkstofffreisetzung

Seit diesem Jahr ist Pregabalin als Retardtablette zur Behandlung von peripheren und zentralen neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen mit einer Wirkdauer von 24 Stunden in Deutschland verfügbar. Bei der Tablette erfolgt eine kontinuierliche verzögerte Freisetzung des Wirkstoffes, wodurch die maximale Tagesdosis erst nach 12 Stunden erreicht wird. Daher ist die Einnahme nur einmal am Tag notwendig, was zu einer verbesserten Therapietreue beitragen kann.
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Medizin

Zigaretten als Auslöser für Rückenschmerzen

In Deutschland sterben jährlich über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Auch wenn nach den Zahlen des Bundesministeriums für Gesundheit der Trend zum Rauchen nachlässt, konsumieren weiterhin sehr viele Jugendliche und Erwachsene schädliche Stoffe und Nikotin in Form von Zigaretten und „vapen“ mit E-Zigaretten. Der Weltnichtrauchertag 2024 am 31. Mai steht ganz unter dem Motto „Außen echt nice – innen echt toxisch“. Bunte Geräte kombiniert mit verschiedenen Geschmacksrichtungen täuschen gerade Kinder und Jugendliche über die schädlichen Auswirkungen hinweg. „Das Rauchen verschiedene Krankheiten auslösen kann, steht eigentlich auf jeder Verpackung. Aber vielen ist nicht bekannt, dass auch eine Verbindung zu Rückenschmerzen besteht“, berichtet Dr. Munther Sabarini, Gründer und Leiter der Avicenna Klinik in Berlin. Er erklärt, was die Forscher dahinter vermuten und was es für langfristige Konsequenzen haben kann.
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