Journal MED
Experten

Beiträge von Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Nadine Kretschmer

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, erworbene Bluterkrankung, die durch eine Mutation im PIGA-Gen verursacht wird und zur Zerstörung roter Blutkörperchen führt. Typische Symptome sind nächtliche Hämoglobinurie, Thrombosen und eine verminderte Blutbildung im Knochenmark. Bei einem virtuellen Fachpressegespräch teilte Prof. Dr. Alexander Röth, Leiter der klassischen Hämatologie am Universitätsklinikum Essen, neue, spannende Ergebnisse zum Einsatz von Iptacopan bei PNH mit.
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Kardiologie
Der Einfluss des Darmmikrobioms auf kardiovaskuläre Erkrankungen

Der Einfluss des Darmmikrobioms auf kardiovaskuläre Erkrankungen

Kardiovaskuläre Erkrankungen (CVDs) wie koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck sind die häufigste Todesursache weltweit und verantwortlich für über 30% der Todesfälle. Trotz bekannter Risikofaktoren und etablierter Präventions- sowie Behandlungsmethoden steigen die Sterblichkeitsrate und die finanzielle Belastung durch CVDs aufgrund veränderter Lebensstile und steigender Lebenserwartung weiter an. Fortschritte in der Metagenomik und Metabolomik haben das Darmmikrobiom und dessen Metaboliten als potenzielle Risikofaktoren identifiziert, was neue therapeutische Ansätze ermöglichen könnte. Zudem zeigen Studien, dass Veränderungen im Verhältnis von Firmicutes zu Bacteroidetes sowie ein Ungleichgewicht mikrobieller Metaboliten, wie kurzkettige Fettsäuren (SCFA) und Trimethylamin-N-oxid (TMAO), eine entscheidende Rolle in der Entstehung von CVDs spielen.
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Gastroenterologie
Darm

Die Darm-Achsen und wie sie unsere Gesundheit von Kopf bis Fuß beeinflussen

Darm-Achsen beschreiben die komplexen Kommunikationsnetzwerke zwischen dem Darm und anderen Organen oder Systemen im Körper. Diese Achsen sind entscheidend für die Regulierung zahlreicher physiologischer Prozesse, einschließlich Immunantworten, Stoffwechsel und sogar neurologischer Funktionen. Zu den bekanntesten Darm-Achsen gehören die Darm-Hirn-Achse, die Darm-Immunsystem-Achse und die Darm-Leber-Achse, wobei jedes System bidirektionale Signale mit dem Darm austauscht. Das Mikrobiom spielt eine zentrale Rolle in diesen Achsen, indem es über chemische, metabolische und entzündliche Signale den Zustand und die Funktion des Körpers beeinflusst.
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Gastroenterologie

Leaky Gut - der undichte Darm: Ursachen, Diagnose und Therapie

Das Darmepithel ist die größte Kontaktstelle zwischen der äußeren Umgebung und dem inneren Milieu. Die Funktion der gastrointestinalen Epithelbarriere besteht darin, vor dem Eindringen fremder Antigene und Mikroorganismen zu schützen und gleichzeitig die Absorption wichtiger Nährstoffe, Wasser und Elektrolyte zu ermöglichen. Die Barriere besteht dabei aus einer Schleimschicht, der kommensalen Mikrobiota, dem Darmepithel und den in der Lamina propria befindlichen Immunzellen. Heutzutage wird zunehmend eine krankhafte Erhöhung der Durchlässigkeit dieser Darmbarriere (der sogenannte Leaky Gut) diagnostiziert. Doch was ist das eigentlich und wie beeinflusst uns der Leaky Gut?
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Gastroenterologie

Ernährung, Darmmikrobiota und chronisch entzündliche Darmerkrankungen – eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung

Der menschliche Magen-Darm-Trakt beherbergt eine komplexe und dynamische Gemeinschaft von Mikroorganismen, die als Darmmikrobiota oder Darmmikrobiom bekannt ist. Dieses Mikrobiom spielt eine zentrale Rolle bei zahlreichen physiologischen Prozessen, darunter Verdauung, Stoffwechsel und Immunfunktion. Jüngste Forschungsarbeiten haben den bedeutenden Einfluss der Ernährung auf die Zusammensetzung und Funktionalität der Darmmikrobiota und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit aufgezeigt. Gleichzeitig gibt es immer mehr Belege für einen Zusammenhang zwischen der Darmmikrobiota und Entzündungen und dass dies einen Schlüsselfaktor bei vielen chronischen Krankheiten inklusive chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) darstellt.
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Medizin

Seltene Erkrankungen mit Nierenbeteiligung und die Rolle des Komplementsystem

Bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) fanden seltene Erkrankungen mit Nierenbeteiligung ihren Platz im Rahmen eines Lunchsymposium. Dabei standen v.a. das atypische hämolytisch-urämische Syndrom (aHUS), die C3-Glomerulopathie (C3G) und die IgA-Nephropathie (IgAN) im Mittelpunkt. Außerdem ging es um die Frage, wie und warum das Komplementsystem hier eine wichtige Rolle spielt und welche Therapeutika zur Verfügung stehen bzw. sich gerade in der Pipeline befinden.
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