Psoriasis | Beiträge ab Seite 6
Chronisch entzündliche Autoimmunerkrankungen: EMA erteilt die Zulassung für Adalimumab-Biosimilar
Wirksamkeit und Kosteneffektivität in der Behandlung der Schuppenflechte mit subkutanem Methotrexat steigern
Der Praxisalltag zeigt, dass ein konsequenter Einsatz von Methotrexat (MTX) in der systemischen medikamentösen Behandlung der Psoriasis mit einer raschen und lang anhaltenden Wirkung, einem günstigen Sicherheitsprofil und der Senkung von kardiovaskulären Risiken belohnt wird. Auch wird das Nebenwirkungsrisiko von Methotrexat für Lunge, Leber und bei Schwangerschaftswunsch in jüngeren Publikationen geringer eingeschätzt als bislang diskutiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Methotrexat das weltweit am häufigsten zur Therapie der Schuppenflechte eingesetzte Systemtherapeutikum ist.
Systematischer Review zur Bedeutung von Keratolytika und Emollentien bei Psoriasis: Innovatives physikalisches Wirkprinzip - verträgliche Alternativen zu Salicylsäure
Die topische Therapie mit Emollentien und Keratolytika ist integraler Bestandteil im Management der Psoriasis. Doch die Datenlage ist dünn, wie ein aktueller systematischer Review (1) nun zeigte, der sich auf 60 Publikationen zwischen 1983 und 2013 stützt. Als am besten untersuchtes Keratolytikum wurde Salicylsäure identifiziert. Die Autoren des Reviews, Dr. Arnd Jacobi, Prof. Dr. Matthias Augustin und Dr. Anke Mayer vom Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, betonen aber gleichzeitig die erheblichen Limitationen der Salicylsäure aufgrund ihrer systemischen Toxizität.
Mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis: Positive Ergebnisse mit Brodalumab
Die zulassungsrelevante, mehrarmige Phase III-Studie AMAGINE-2TM zur Untersuchung von Brodalumab in zwei Dosierungen bei über 1.800 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, hat die primären Endpunkte gegenüber Ustekinumab und Placebo bis Woche 12 erreicht. Sowohl die Gabe von 210 mg Brodalumab alle zwei Wochen als auch die Brodalumab gewichtsbasierte Analyse-Gruppe erwies sich hinsichtlich des primären Endpunktes, die komplette Abheilung der Hauterscheinungen, beurteilt nach dem Psoriasis Area Severity Index (PASI 100) gegenüber Ustekinumab als überlegen.
20 Jahre Fumarsäureester - ein Meilenstein verändert die systemische Psoriasistherapie
Etwa 20.000 Psoriasis-Patienten in Deutschland erhalten heute die seit zwei Jahrzehnten bewährte Therapie mit Fumarsäureestern. Für den Fumarsäureester Fumaderm® - in Deutschland das am häufigsten angewendete Systemtherapeutikum bei Schuppenflechte - liegt seit Markzulassung eine Exposition von über 200.000 Patientenjahren vor. Im Rahmen der 24. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie diskutierten Experten das Einsatzspektrum des Wirkstoffs, neue Erkenntnisse aus der retrospektiven Anwendungsbeobachtung aus Bochum, aktuelle Daten zur Nagelpsoriasis sowie Aspekte der Versorgungsforschung. Das Fazit: Fumarsäureester sind eine wirksame und durch ein günstiges Sicherheitsprofil ausgezeichnete Psoriasistherapie für viele Lebenslagen.
Virusinfektionen: Psoriasis-Patienten haben mehr antivirales Protein als Neurodermitiker
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben herausgefunden, warum Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) weniger anfällig für Virusinfektionen sind als Patienten, die unter Neurodermitis leiden. Grund hierfür ist die größere Menge an Proteinen in der an Schuppenflechte erkrankten Haut, die die Vermehrung von Viren hemmen. Das interdisziplinäre Team unter der Leitung von Dr. Robert Sabat von der Klinik für Dermatologie und dem Institut für Medizinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Virologie und dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) zudem eine neue Funktion des Immunsystems entdeckt. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Translational Medicine* veröffentlicht.