David Meier M.Sc.
Online-RedakteurBeiträge von David Meier M.Sc.
Rheumatologie
Morbus Still bei Erwachsenen: Sollten biologische DMARDs als Erstlinientherapie eingesetzt werden?
Die Wirksamkeit biologischer krankheitsmodifizierender Antirheumatika (DMARDs) wie Anakinra, Canakinumab und Tocilizumab als Erstlinientherapie des Morbus Still bei Erwachsenen (AOSD; adult-onset Still's disease) war bislang unzureichend untersucht. Bisherige Therapieempfehlungen basieren überwiegend auf Daten aus pädiatrischen Studien. In einer aktuellen Studie wurde die Effektivität einer Erstlinientherapie mit biologischen DMARDs im Vergleich zu konventionellen synthetischen DMARDs (csDMARDs) bei AOSD untersucht.
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Ernährung und Lebensstil
Pflanzenbasierte Ernährung fördert gesundes Altern
Eine groß angelegte Analyse hat gezeigt, dass eine dauerhaft ausgewogene, überwiegend pflanzenbasierte Ernährung maßgeblich dazu beitragen kann, gesund zu altern. Grundlage dieser Analyse waren Daten aus zwei großen US-amerikanischen Kohortenstudien. Gemeinsam begleiteten diese Studien mehr als 100.000 Erwachsene über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, inwieweit verschiedene etablierte Ernährungsmuster nicht nur das Risiko für chronische Erkrankungen senken, sondern auch die allgemeine Gesundheit im Alter fördern.
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Patienteninfos
Zeitumstellung: Warum sie uns müde macht
Zweimal im Jahr wird die Uhr umgestellt: im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück. Diese Zeitumstellung hat nicht nur praktische Folgen für unseren Alltag, sondern beeinflusst auch unsere innere Uhr und damit unsere Gesundheit. Während einige Menschen die Umstellung kaum spüren, haben andere mit Schlafproblemen, Konzentrationsstörungen oder sogar gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen. Doch warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt, wie wirkt sie sich auf den Körper aus und wie kann man die Anpassung erleichtern?
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Medizin
GLP-1-Rezeptoragonisten bei Nierentransplantierten mit Diabetes
GLP-1-Rezeptoragonisten haben sich in klinischen Studien als wirksam bei der Reduktion des kardiovaskulären Risikos, dem Schutz der Nierenfunktion und der Verbesserung des Überlebens bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes erwiesen. Allerdings wurde ihre Anwendung bei nierentransplantierten Patient:innen mit Diabetes bislang nicht systematisch untersucht. Diese Patient:innen sind häufig schon länger an Diabetes erkrankt, weisen schwerwiegendere Organfolgeschäden auf und haben ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Eine retrospektive Kohortenstudie hat nun erstmals die Wirksamkeit und Sicherheit von GLP-1-Rezeptoragonisten bei nierentransplantierten Patient:innen mit Diabetes analysiert.
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Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz: Studie bestätigt Nutzen von Finerenon unabhängig vom Ausgangsrisiko
Eine aktuelle Analyse der FINEARTS-HF-Studie zeigt, dass der nicht-steroidale Mineralkortikoidrezeptor-Antagonist Finerenon das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Patient:innen mit Herzinsuffizienz mit leicht reduzierter (HFmrEF) oder erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) unabhängig vom Ausgangsrisiko signifikant senken kann. Die Studie validierte außerdem das PREDICT-HFpEF-Modell zur Risikoabschätzung, das sich als zuverlässiges Instrument zur Prognosebewertung erwies.
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Patienteninfos
Wechseljahre: Symptome, Phasen und Tipps für mehr Wohlbefinden
Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben einer Frau, in der der Hormonhaushalt sich verändert und die Fruchtbarkeit nachlässt. Während manche Frauen diese Zeit kaum bemerken, erleben andere starke Beschwerden, die sich auf den Alltag und das Berufsleben auswirken können. Doch welche Anzeichen deuten auf die Wechseljahre hin, welche Phasen gibt es und welche Maßnahmen können helfen, diese Zeit gut zu überstehen?
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Patienteninfos
Frühjahrsmüdigkeit – Wenn der Körper aus dem Winterschlaf erwacht
Mit dem Wechsel der Jahreszeiten erleben viele Menschen eine Phase der Antriebslosigkeit und Müdigkeit. Besonders im Frühling, wenn die Temperaturen steigen und die Tage länger werden, klagen viele über ein Gefühl der Erschöpfung. Dieses Phänomen wird als Frühjahrsmüdigkeit bezeichnet. Doch was steckt dahinter und wie kann man dagegen vorgehen?
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Psoriasis
Erhöhtes Psoriasis-Risiko durch Krebsimmuntherapien
Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) haben die Krebstherapie revolutioniert, indem sie das körpereigene Immunsystem dazu befähigen, Tumorzellen gezielt anzugreifen. Gleichzeitig wird jedoch zunehmend über autoimmunbedingte Nebenwirkungen dieser Therapie berichtet. Eine Kohortenstudie aus Taiwan liefert neue Erkenntnisse darüber, dass die Behandlung mit ICIs das Risiko für Psoriasis erhöht.
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Infektiologie
Malaria – die Epigenetik als neuer Angriffspunkt
Malaria zählt mit über 600.000 Todesfällen pro Jahr nach wie vor zu den weltweit größten Gesundheitsbedrohungen. Eine zentrale Rolle im Überleben und der Anpassung des Erregers Plasmodium falciparum spielt die Regulation der Genexpression während seines Lebenszyklus. Eine aktuelle Studie hat das Chromatin-Remodelling-Enzym PfSnf2L als essenziellen Regulator für die asexuelle Vermehrung und sexuelle Differenzierung von P. falciparum identifiziert. Mit Hilfe eines epigenetischen Inhibitors konnte das Enzym gehemmt und der Parasit abgetötet werden (1).
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Schwerpunkte
Der medizinische Jahresrückblick 2024
Das Jahr 2024 markierte einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung und Zulassung neuer Arzneimittel. Mit insgesamt 43 neu zugelassenen Wirkstoffen in Deutschland wurde eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Vorjahr mit 30 Neueinführungen verzeichnet. Die neuen Zulassungen umfassen eine breite Palette von Indikationen, darunter Krebserkrankungen, seltene Erkrankungen, Infektionskrankheiten und Stoffwechselstörungen.
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Adipositas
Medikamentöse Therapie der Adipositas – Chancen und Herausforderungen
Adipositas stellt ein wachsendes gesundheitliches Problem in Industrienationen wie Deutschland dar. Der kontinuierliche Anstieg der Adipositas-Raten hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen. Obwohl oftmals als bloße Frage der Selbstdisziplin dargestellt, sind die Ursachen für Adipositas vielschichtig und tief in unserem genetischen Hintergrund und unserem modernen Lebensstil verankert. Während die Body-Positivity-Bewegung dazu beiträgt, den gesellschaftlichen Blick auf den Körper zu verändern, darf das ernsthafte gesundheitliche Risiko, das Adipositas darstellt, nicht übersehen werden. Die Therapiemöglichkeiten reichen von Verhaltensänderungen über chirurgische Eingriffe bis hin zu neueren medikamentösen Ansätzen. Doch trotz der Fortschritte in der Behandlung von Adipositas gibt es immer noch Hürden, vor allem in Bezug auf die Kostenerstattung und den Zugang zu Therapien für alle Betroffenen.
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Schmerzmedizin
Doppelt betroffen: Diagnose und Therapie bei Migräne und Clusterkopfschmerz
Im Gegensatz zu Migräne mit bis zu 10 Millionen Betroffenen zählen Clusterkopfschmerzen zu den weniger bekannten Kopfschmerzarten. Oft erkennen nur spezialisierte Ärzt:innen diese Erkrankung. Menschen, die gleichzeitig von Migräne und dem selteneren Clusterkopfschmerz betroffen sind, müssen oft 5 bis 10 Jahre auf die Diagnosestellung warten. „Wir müssen davon ausgehen, dass diese spezielle Kopfschmerzkombination bei vielen Menschen überhaupt nie erkannt wird“, so Dr. Katharina Kamm vom LMU-Klinikum in München. Menschen, die unter einer Migräne oder unter Clusterkopfschmerz leiden, stehen vor besonderen Herausforderungen und benötigen umfassende Diagnostik und Behandlungsansätze.
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Schmerzmedizin
Neue S1-Leitlinie Trigeminusneuralgie
Nach mehr als 10 Jahren wurde die S1-Leitlinie Trigeminusneuralgie durch ein interdisziplinäres Expertengremium, koordiniert durch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), überarbeitet (1). Auf einer Pressekonferenz zum Kopfschmerztag am 5. September stellte PD Dr. Gudrun Goßrau, 1. Vizepräsidentin der DMKG, die Inhalte der neuen Leitlinie vor.
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Schmerzmedizin
DMKG-App und Kopfschmerzregister: Kopfschmerzkalender für Betroffene und Forschung
Die App der DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft) ermöglicht Kopfschmerzpatient:innen nicht nur die Interaktion mit ihren Ärzt:innen – die Real-World-Daten fließen auch anonymisiert in ein wissenschaftliches Kopfschmerzregister ein, um die Versorgungsrealität besser zu verstehen und Diagnostik und Therapie zu optimieren. Im Rahmen des Kopfschmerztages am 5. September stellte Dr. Victoria Ruschil, Neurologin am Universitätsklinikum in Tübingen, die DMKG-App und das Kopfschmerzregister vor und erläuterte die zugrunde liegenden Strukturen.
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Schmerzmedizin
Migräne: Unzureichendes Ansprechen auf Triptane
Mehr als 40% aller Migräne-Patient:innen sprechen unzureichend auf Triptane an oder brechen die Therapie wegen Unverträglichkeit ab. Dies sind aktuelle Erkenntnisse des Kopfschmerzregisters der DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft), welches Daten anonymisiert aus der DMKG-App bezieht. Eine Alternative stellen neue Präparate wie Ditane und Gepante dar, die Wirksamkeit auch bei einem Nichtansprechen auf Triptane zeigen.
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E-Health
Die ePA in der medizinischen Praxis: Bewertungen, Herausforderungen und Verbesserungen
Der Referentenentwurf zum Digital-Gesetz des Bundesgesundheitsministeriums sieht eine Verbesserung der digitalen Strukturen des Gesundheitssystems in Deutschland vor. Eine zentrale Rolle nimmt darin die elektronische Patientenakte (ePA) ein, die die Krankenkassen allen Versicherten, die nicht aktiv widersprechen, bis Januar 2025 zur Verfügung stellen sollen (Opt-Out Regelung). Ziel ist es, dass die ePA Daten zur Medikation, zu Laborbefunden, für den medizinischen Notfall und aus stationären Behandlungen enthalten soll. Doch wie wird die ePA von Ärzt:innen in der Praxis bewertet und welche Verbesserungen sind aus Sicht der Behandelnden noch nötig?
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Pneumologie
Gesundheitliche Risiken durch e-Zigaretten, Cannabis und Co.
Auf einer Veranstaltung im Rahmen des 63. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gaben Expert:innen Einblicke in die gesundheitlichen Risiken, die sich durch alternative Nikotinprodukte und Cannabis ergeben. Außerdem wurden neue digitale Möglichkeiten zur Tabakprävention bei Jugendlichen vorgestellt.
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Mukoviszidose
Mukoviszidose: Was leisten die neuen Therapien?
Durch neue hochwirksame Modulatortherapien (HEMT) kann die Mukoviszidose mittlerweile auch kausal behandelt werden. Im Rahmen eines Symposiums auf dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gab Dr. Hartmut Grasemann, Hospital for Sick Children, Toronto, einen kurzen Überblick über die Chancen und Grenzen, die sich durch die neuen Therapiemöglichkeiten ergeben.
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Asthma
Schweres Asthma: Nicht so häufig, wie man denkt
Schweres Asthma ist eine Form von Asthma, die schwer zu kontrollieren ist und langfristig schwerwiegende Komplikationen verursachen kann. Für die Zahl der Patient:innen mit schwerem Asthma wird oft ein Anteil von etwa 5 bis 10% an allen Asthmatiker:innen angenommen. Dass schweres Asthma tatsächlich jedoch eine seltene Lungenerkrankung darstellt und welchen Einfluss akustische Inhalatoren auf die Therapie haben, erläuterte Prof. Dr. Marco Idzko, Klinische Abteilung für Pulmonologie, Universitätsklinik Wien, im Rahmen eines Symposiums auf dem 63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).
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Ernährung und Lebensstil
Leitlinien-gerechte Ernährung bei Krebs
„Bei einer so schweren Erkrankung wie Krebs fragt man sich natürlich, ob man weiterhin alles essen kann, was man bisher gegessen hat“, eröffnete Dr. Kerstin Wittenberg ihren Vortrag bei einer Veranstaltung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Für viele Krebs-Patient:innen beinhalte das Thema Ernährung einige Unsicherheiten. Die Hauptziele der Ernährung bei einer Krebserkrankung sind die Versorgung des Körpers mit ausreichend Energie und Nährstoffen und die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen. Dabei unterscheiden sich die Ernährungsempfehlungen jedoch je nach Krebsart.
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